Inklusion und ein selbstbestimmtes Leben sind für uns mehr als nur Worte – sie sind eine Grundeinstellung in allem, was wir tun. Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen in ihren Möglichkeiten zu stärken, ihnen Selbstbestimmung und Freiheit im Leben zu ermöglichen und zu erhalten und gleichzeitig die Familienangehörigen zu entlasten.
Der Alltag mit einem behinderten Angehörigen ist anders, als es Außenstehende oft wahrnehmen. Für die Gesellschaft ist das häufig nicht relevant, da sie sich an ihren eigenen Erfahrungen orientiert. Doch je nach Ausprägung der Behinderung kann dieses Leben die gesamte Familie stark einschränken – in vielen Fällen so sehr, dass Familienangehörige niemals wirklich aus ihrem Umfeld herauskommen.
Es ist eine enorme Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen und es allen gerecht zu machen: den betroffenen Personen, den Angehörigen, den Krankenkassen, den Pflegekassen, der Eingliederungshilfe, der Jugendhilfe, Schulen, Kitas, Pädagogen, Medizinern und Therapeuten. Wir alle müssen zusammenarbeiten, um Inklusion voranzubringen.
Wir kennen beide Seiten.
Wir vereinen die Perspektiven der Betroffenen mit der Fachwelt und eröffnen so neue Möglichkeiten für unsere Gesellschaft. Doch dieser Prozess erfordert ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft, um Menschen mit Behinderungen endlich die Gleichstellung zu gewähren, die ihnen zusteht.
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich – doch das reicht nicht, wenn die Realität anders aussieht. Auch nach über zehn Jahren der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die Lebenssituation für Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend verbessert. Trotz der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes zur vollständigen Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen bleibt die tatsächliche Partizipation nur ein Teilziel.
Die Realität sieht anders aus.
Menschen mit hohem Hilfebedarf, wie wir sie begleiten, erfahren kaum Teilhabe und haben wenige Rechte. Gleichberechtigung bedeutet, dass Menschen mit Behinderung die gleichen Rechte wie alle anderen haben. Es bedeutet jedoch nicht, dass sie sich auf dieselbe Weise anstrengen müssen, um als gleichberechtigt anerkannt zu werden. Menschen mit Behinderungen werden oftmals separiert, ausgeschlossen, diskriminiert oder sogar weggesperrt. Sie erhalten keine angepasste Bildung, sondern müssen sich selbst anpassen.
Ein Beispiel ist der Bildungsbereich.
Hier müssen wir dringend neue Wege gehen, um echte Teilhabe zu ermöglichen. Immer noch werden Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, die es wagen, mehr Unterstützung zu fordern, ignoriert, verurteilt, bevormundet oder mundtot gemacht.
Ein Umdenken muss in der Gesellschaft stattfinden – und das passiert nicht, wenn Menschen mit Behinderung aus den Bereichen ausgeschlossen werden, in denen Gesellschaft lebt: im Alltag, in den Medien, auf der Arbeit und beim Einkaufen.
Selbstbestimmung und Schutz? Fehlanzeige.
Menschen mit Lernschwierigkeiten haben ein dreifach erhöhtes Risiko, sexualisierte Gewalt zu erfahren. Wenn sie sich mitteilen, wird ihnen oft nicht geglaubt. Sie sind schon ohne diese Art von Gewalt unsichtbar. Wie wird es dann erst sein, wenn sie noch versteckt werden oder sich schuldig fühlen und sich nicht mitteilen können?
Täter*innen nutzen diese Situation aus und bleiben oft ohne Konsequenzen. Sie werden vielleicht versetzt, aber es passiert wenig bis gar nichts.
Wir schaffen es immer noch nicht, Vielfalt zu leben, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen – warum nur?
Der Weg der Veränderung liegt vor uns.
Wir hoffen, dass mit der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes endlich die tatsächliche Teilhabe in allen Lebensbereichen – in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt – eine Rolle spielen wird. Menschen mit Behinderungen, die Unterstützung benötigen, müssen die Unterstützung bekommen, die ihnen zusteht.
Der Bereich der Freizeit ist ein weiteres Beispiel.
Menschen mit Behinderungen haben oft kaum Teilhabe an Freizeitangeboten und noch seltener unkontrollierte Freizeit. Warum muss ein Mensch mit Behinderung nachweisen, was er in seiner Freizeit tut? Und warum müssen Menschen mit Behinderung diese Informationen offenlegen? Das Argument, dass die Allgemeinheit die Assistenz bezahlt und deshalb ein Recht darauf hat, zu wissen, was in der Freizeit passiert, ist nicht nachvollziehbar.
Ein Beispiel: Viele Menschen mit Behinderung nutzen diese Assistenzstunden, um einkaufen zu gehen. Aber das verstehen wir nicht unter Teilhabe. Die Gesellschaft muss es ermöglichen, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und in Freiheit am Leben teilhaben können, ohne ständig Rechenschaft ablegen zu müssen.
Das kann nicht der Wille des Gesetzgebers sein. Es gibt so viele Menschen, die nicht teilhaben können, obwohl es so einfach wäre, ihnen die Möglichkeit zu geben.
Eine Gesellschaft ist so vielfältig und bunt, wie sie es zulässt und sich darauf einlässt.
Nur wenn wir als Gesellschaft bereit sind, Menschen mit Behinderungen wirklich einzubeziehen, können wir eine inklusive und gerechte Zukunft für alle schaffen.
Die lange Schulzeit und die oft geringe Flexibilität im System führen immer wieder zu Herausforderungen – sowohl für Kinder als auch für Pädagog*innen. Diese Kinder brauchen besondere Unterstützung, und genau hier möchten wir einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Bereich der Inklusion von Kindern mit Autismus ist so wichtig und benötigt viel mehr Aufmerksamkeit. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diesen Bereich gezielt zu fördern und in den Mittelpunkt zu rücken.
Pädagog*innen sind der Schlüssel
Wir wissen, dass es wunderbare Pädagog*innen gibt, die sich mit Herzblut für jedes Kind einsetzen. Diese Fachkräfte sind diejenigen, die erkennen können, was ein Kind wirklich braucht, und die in
der Lage sind, zu handeln und Lösungen zu finden. Sie spielen eine entscheidende Rolle, doch oft fehlt es an ausreichender Unterstützung und praxisorientiertem Wissen, um autistische Kinder in
ihrem Schulalltag optimal zu begleiten.
Unsere Unterstützung
Wir stehen bereit, Pädagog*innen mit Meetings, Fortbildungen und der Begleitung individueller Fälle zu unterstützen. Unser Ziel ist es, praxisnahe Lösungen zu vermitteln, damit das Wissen nicht
nur in der Theorie bleibt, sondern im Alltag der Fachkräfte ankommt und umgesetzt werden kann.
Herausforderungen im Alltag
Kennen Sie das?
Autismus ist eine komplexe neurologische Behinderung
Autismus ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Jedes Kind ist individuell, und wie stark es betroffen ist, muss individuell bestimmt werden. Eines ist jedoch sicher: Kinder mit Autismus
müssen oft viel mehr Energie und Anstrengung aufbringen als neurotypische Kinder. Viele kommen bereits an ihre Grenzen, wenn sie in der Schule ankommen – und dann kommen oft noch Ängste, Zwänge
oder Mobbing hinzu. Vieles davon könnte vermieden werden, wenn die Bedürfnisse dieser Kinder besser berücksichtigt würden.
Frühe Diagnosen und eine fachlich fundierte Begleitung von Anfang an sind entscheidend. Eltern und Fachkräfte brauchen Unterstützung durch Menschen, die den Umgang mit Autismus aus jahrelanger Erfahrung kennen.
Die richtigen Hilfsmittel finden
Welche Apps sind sinnvoll? Welche Software passt? Macht es Sinn, mit einem Talker oder Multitext zu arbeiten? Wie können Arbeitsblätter angepasst werden, damit das Kind sie erfüllen kann? Und wie
bekommt man eigentlich die richtigen Hilfsmittel? Wie kann ich erkennen, ob ein Kind oder ein Elternteil mich verstanden hat? Was ist zu tun, wenn das Kind beißt, kratzt, spuckt oder sich selbst
verletzt?
Gemeinsam Inklusion voranbringen
Wir unterstützen alle, die sich für eine bessere Integration von Kindern mit Autismus einsetzen. Denn unser Ziel ist es, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Leider entstehen immer wieder negative
Spiralen, die dazu führen, dass sich alles nur noch um Probleme dreht – um Dinge, die das Kind nicht macht oder verweigert.
Wir möchten, dass es anders wird. Wir möchten, dass die Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt stehen und dass Lösungen gefunden werden, die es ihm ermöglichen, sich zu entwickeln und teilzuhaben. Denn es geht nicht darum, das Kind zu „händeln“, sondern darum, ihm die Unterstützung zu bieten, die es braucht, um zu wachsen und zu lernen.
Inklusion für mehr Diversität in Deutschland
Wir setzen uns für eine inklusive Gesellschaft ein, in der mehr Diversität gelebt wird. Das Bild von Autismus muss sich ändern. Wir erleben immer wieder, dass so viel möglich ist, wenn wir den
richtigen Ansatz finden und auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.
Gemeinsam können wir eine inklusive Zukunft schaffen!
Unsere Intensivbegleitung ist ein fortlaufender Prozess, in dem wir gemeinsam mit Ihnen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen besser verstehen. Wir bieten Unterstützung bei der Identifizierung der Bedürfnisse, der Erkennung von Stärken und Schwächen, der Verbesserung von Fähigkeiten und der Überwindung von Hindernissen. Dabei suchen wir nach den besten Lösungen, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Der Beratungsprozess in unserer Entwicklungsbegleitung umfasst mehrere Monate, in denen ein tieferes Verständnis für das Kind erreicht wird. Ebenso ist es uns wichtig, die Situation in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit zu reflektieren und aufzuarbeiten.
Lebensereignisse bei Menschen mit Autismus werden oft anders verarbeitet und oft nur bedingt verstanden – auch wenn keine kognitiven Einschränkungen vorliegen. Die Entwicklung kann in bestimmten Teilbereichen eingeschränkt sein.
Wir legen bewusst Augenmerk auf die individuellen Schwächen aller beteiligten Personen, denn nur wer Schwächen kennt, kann etwas daran verändern.
Vertrauen aufbauen und Beziehungen stärken
Der Aufbau von Vertrauen und eine positive Beziehung sind entscheidend für den Erfolg der Begleitung. Wir helfen sowohl den betroffenen Personen als auch ihrem Umfeld, ihre eigenen Fähigkeiten
besser kennenzulernen. Unsere Aufgabe ist es, Ideen zu fördern, Veränderungen umzusetzen und Beziehungen zu stärken, um Rückschläge zu vermeiden. Durch das gezielte Erkennen von Belastungen und
das Reduzieren von stressigen Bereichen wird Potenzial freigesetzt und ermöglicht.
Die Kommunikation untereinander spielt dabei eine enorm wichtige Rolle. Leider kommt es häufig zu Konflikten und Krisen, die so intensiv werden, dass niemand mehr durchdringt. In diesen Fällen erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen neue Wege, vermitteln Struktur und bieten Sicherheit.
So entsteht für die Person mit Autismus „Sicherheit vor Kontrollverlust“ – eine wichtige Grundlage, um Veränderungen in Bewegung zu bringen.
Unsere Begleitung – Für Eltern und Fachkräfte
Die Begleitung kann sowohl von den Eltern als auch von Fachkräften angestoßen werden. Wir bieten individuelle Beratung und begleiten alle beteiligten Personen durch den gesamten Prozess. Da jede
Situation hoch komplex ist und von der jeweiligen Person abhängt, ist ein individuell zugeschnittenes Vorgehen unerlässlich.
Wo setzen wir an?
Wir wünschen uns andere Bilder. So viele Kinder leiden über Jahre, unerheblich in welcher Schulform, ohne dass es irgendjemand erkennt! Sie können sich nicht gut zu ihren Bedürfnissen äußern( ob mit oder ohne aktiver Sprache), können dadurch krank werden. Es braucht dringend Hilfsmittel, Computer, Software, kleinere unterstützende Materialien und vor allem Empathie und intensive Begleitung.
Es gibt viele Wege, Bildung zu erhalten, umzusetzen, in der Schule, zu Hause, digital, am Talker, symbolbasiert, 1:1 etc. Schließen wir uns zusammen für ein inklusives Leben.
Im Team haben wir festgestellt, dass die Problematik, die wir hier ansprechen, bei allen Menschen – unabhängig von Alter oder Persönlichkeit – unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Es gibt jedoch nur wenige, die keine Schwierigkeiten in diesem Bereich haben.
Viele Menschen mit Autismus machen in ihrem Umfeld – sei es auf der Straße, in ihrer Wohngegend, in Schulen, Arztpraxen oder anderen Einrichtungen – leider sehr negative Erfahrungen. (Bitte immer daran denken: Die autistische Wahrnehmung kann völlig anders sein als Ihre eigene. Das bedeutet, dass Dinge, die Sie als belanglos oder als kleine Unannehmlichkeit empfinden, für einen Menschen mit Autismus eine ganz andere Bedeutung haben können.) Diese Erlebnisse führen oft dazu, dass bestimmte Orte oder Aktivitäten nicht mehr betreten oder aufgesucht werden können.
Leider wird dieses Phänomen häufig nicht ausreichend wahrgenommen oder sogar ignoriert. Wir sind jedoch sicher, dass dies meist aus Unwissenheit geschieht.
Missverständnisse und falsche Reaktionen
Aussagen wie:
Diese Aussagen und Verhaltensweisen verdeutlichen ein grundlegendes Missverständnis:
Druck und Zwang verschlimmern die Situation nur!
Ob dieser Druck von Fachkräften oder, noch schlimmer, von den Eltern ausgeübt wird, spielt dabei keine Rolle – er hat stets gravierende Folgen. Eltern geraten oft selbst unter enormen Druck und geben diesen unbewusst an ihre Kinder weiter. Wenn Eltern gezwungen sind, ihre Kinder zu drängen, zu schreien, zu zerren oder andere Maßnahmen zu ergreifen, wird das Urvertrauen der Kinder nachhaltig erschüttert. Dies kann gravierende Auswirkungen auf die emotionale und psychische Entwicklung des Kindes haben.
Es gibt immer Lösungen
Wir möchten betonen, dass es immer Lösungen gibt – auch in schwierigen Situationen. Es ist entscheidend, das Wohlergehen der betroffenen Person in den Mittelpunkt zu stellen. Gemeinsam mit Ihnen suchen wir tragfähige und praktikable Lösungen, die für alle Beteiligten tragbar sind. Wenn Sie vor solchen Herausforderungen stehen, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen mit unserer Erfahrung und Unterstützung gerne zur Seite.
Ein positives Beispiel aus der Praxis:
Familien erleben oft, dass an fremden, gut organisierten Urlaubsorten Dinge möglich sind, die zu Hause unmöglich erscheinen. Das zeigt, dass durch Anpassungen und Verständnis neue Wege gefunden werden können. Diese Erfahrungen zeigen, dass es durch eine positive und wohlwollende Herangehensweise oft möglich ist, scheinbar unlösbare Situationen zu meistern
In der Schule gibt es viele Faktoren, die autistische Kinder aufgrund ihrer behinderungsbedingten, sensorischen Überlastung belasten. Diese Überlastung lässt sich nicht einfach „ausschalten“. Es liegt am Umfeld, genau hinzuhören, hinzuschauen und an den richtigen Stellen Entlastung zu schaffen, damit autistische Kinder gut zurechtkommen können.
Auch wenn sie scheinbar mitmachen oder unauffällig sind, bleibt die deutliche Überlastung bestehen. Immer wieder zeigt sich, dass Kinder nach dem Schulbesuch völlig erschöpft sind, ausflippen, sich nicht mehr konzentrieren können und Stunden brauchen, um wieder ansprechbar zu werden. Wenn Eltern solche Erfahrungen berichten, sollte sofort gehandelt werden!
Die Gefahr der Negativspirale
Hier können sie schnell in eine Negativspirale geraten. Wenn die Schule erst einmal negativ erlebt wird, braucht es oft sehr viel Energie, um diese Situation zu verändern. Einige Kinder kompensieren und schaffen es, sich nach einer Zeit zu erholen – aber dies gelingt meist nur eine gewisse Zeit. Später eskaliert es scheinbar grundlos. Andere Kinder hingegen sind bereits so belastet, dass die Anwesenheit in der Schule, der Gemeinschaft oder in der Klasse so anstrengend für sie wird, dass sie nicht mehr weiter können. Wieder andere sind so gestresst, dass ihr Körper abschaltet: Sie reagieren nicht mehr, fixieren die Wand oder starren scheinbar aus dem Fenster.
Es kommt dann zu Einbrüchen, wie etwa Fehlzeiten oder Eskalationen. Immer wieder hören wir die Frage: „Wo ist das Problem? Es war doch alles super!“ Wenn das der Fall wäre, würden diese Situationen nicht auftreten.
Wie fühlt es sich an, autistisch zu sein?
Wer verstanden hat, wie viel Energie es kostet, sich jeden Morgen fertig zu machen, wie viel Zeit es braucht, nach der Schule wieder halbwegs entspannt zu werden, und wie viel Stress es bedeutet, Tag für Tag zu bestehen, sucht nach Lösungen. Autistische Menschen möchten am Leben teilhaben – genauso wie alle anderen. Sie wollen Bildung, Freunde, Ausflüge und das Leben genießen!
Vorbereitung und Unterstützung für autistische Schüler
Wenn ein neuer autistischer Schüler oder Bewohner in Ihre Einrichtung kommt, möchten Sie dann perfekt vorbereitet sein? Wie geht man am besten vor, und wann sollte eine vollumfängliche oder fachliche Schulbegleitung installiert werden? Wie geht es mit Freizeit und Ausflügen um? Was kann getan werden, um das Kind in die Peer-Group zu integrieren? Haben Sie womöglich mit eskalierenden Situationen zu kämpfen und das Gefühl, „hier komme ich nicht weiter“?
Den Alltag erleichtern und Entlastung schaffen
Es ist wichtig, den Arbeitsalltag abzuspecken und regelmäßige Auszeiten zu schaffen. Eine digitale Lösung kann dabei sehr hilfreich sein. Warum? Weil das Schreiben für autistische Kinder oft sehr viel Energie kostet, die an anderen wichtigen Stellen fehlt. Wenn man es schafft, das Kind hier zu entlasten, steht mehr Energie für Bildungsinhalte zur Verfügung. So wird das Kind gerecht unterstützt und Bildung wird möglich.
Die Risiken einer Überlastung
Lässt man diese Belastung unbeachtet, kann es schnell zu Überlastungen kommen, die bis zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Autismus ist keine Krankheit wie ADHS! Aber autistische Menschen können zusätzlich ADHS, ADS, Ängste, Zwänge oder Depressionen entwickeln. Je mehr zusätzliche Belastungen hinzukommen, desto komplexer wird die Situation.
Im Vordergrund steht jedoch immer der Autismus. Die dauerhafte Überlastung von autistischen Schülern und Schülerinnen kann zu gesundheitlichen Problemen führen, die bis zu einem chronischen Erschöpfungssyndrom führen – dann wird der Schulalltag unmöglich. Diese Komplexität scheint zunächst unlösbar.
So viele Kinder leiden über Jahre hinweg, unabhängig von der Schulform, ohne dass es irgendjemand bemerkt. Sie können sich oft nicht gut zu ihren Bedürfnissen äußern – sei es mit oder ohne aktive Sprache – was zu physischen und psychischen Belastungen führen kann. Es braucht dringend mehr Hilfsmittel, wie Computer, Software, kleinere unterstützende Materialien und vor allem Empathie sowie intensive Begleitung.
Vielfalt der Bildungswege
Es gibt viele Wege, wie Bildung umgesetzt werden kann – in der Schule, zu Hause, digital, am Talker, symbolbasiert oder im 1:1 Setting. Lassen Sie uns zusammenarbeiten für ein inklusives Leben!
In der Schule gibt es viele Belastungen für autistische Kinder, die durch die behinderungsbedingte sensorische Überlastung entstehen. Diese Überlastung lässt sich nicht einfach ausschalten. Es liegt also am Umfeld, genau hinzuhören, hinzuschauen und gezielt zu entlasten, an den richtigen Stellen, damit autistische Kinder gut klar kommen.
Die unsichtbare Belastung
Auch wenn Kinder scheinbar „mitmachen“ oder unauffällig sind, bleibt die deutliche Überlastung bestehen. Immer wieder zeigt sich, dass Kinder nach dem Schulbesuch völlig erschöpft sind,
ausflippen oder für Stunden nicht ansprechbar sind. Wenn Eltern von solchen Situationen berichten, sollten sofort alle Beteiligten reagieren.
Es besteht die Gefahr, dass Kinder in eine Negativspirale geraten – wenn die Schule erst einmal negativ ist, braucht es sehr viel Energie, um diese Situation zu verändern. Einige Kinder können ihre Belastung kompensieren und sich zeitweise erholen, aber auch nur für eine begrenzte Zeit. Und dann eskaliert es scheinbar grundlos. Andere Kinder hingegen können es nicht kompensieren, und die Anwesenheit in der Schule oder in der Gemeinschaft ist so belastend, dass sie sich völlig zurückziehen. Manche reagieren so gestresst, dass ihr Körper abschaltet – sie fixieren die Wand oder starren aus dem Fenster.
Diese Situationen führen oft zu Einbrüchen, wie Fehlzeiten oder Eskalationen. Immer wieder hören wir: „Wo ist das Problem? Es lief doch alles gut!“ Aber wenn es keine Belastung gibt, kommen diese Reaktionen auch nicht.
Wie fühlt es sich an, autistisch zu sein?
Wer verstanden hat, wie viel Energie es kostet, sich morgens fertig zu machen, wie viel Zeit es braucht, nach der Schule wieder zur Ruhe zu kommen und wie stressig der Alltag für autistische Kinder ist, sucht nach Lösungen. Denn autistische Kinder möchten am Leben teilhaben. Sie wollen wie alle anderen Kinder Bildung, Freunde, Ausflüge und Erlebnisse!
Die richtige Unterstützung – Vorbeugung und Intervention
Haben Sie einen neuen autistischen Schüler oder Bewohner? Möchten Sie perfekt vorbereitet sein? Wie gehen Sie am besten vor, und wann sollte eine vollumfängliche oder fachliche Schulbegleitung installiert werden? Was kann getan werden, um das Kind in die Peer-Group zu integrieren und in Freizeitaktivitäten einzubinden? Haben Sie mit eskalierenden Situationen zu kämpfen und das Gefühl, „hier komme ich nicht weiter“?
Der Weg zu Lösungen
Es ist sehr wichtig, den Arbeitsalltag abzuspecken und regelmäßige Auszeiten zu schaffen. Eine digitale Lösung kann hier sehr hilfreich sein. Warum? Weil Schreiben viel Energie kostet, die an anderen Stellen fehlt. Wenn es gelingt, das Kind hier zu entlasten, wird mehr Energie für Bildungsinhalte freigesetzt. So wird das Kind besser unterstützt, und Bildung wird möglich.
Die Risiken der Nicht-Entlastung
Lässt man diese Belastung unbeachtet, kann es schnell zu Überlastungen kommen, die bis zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Autismus ist keine Krankheit wie ADHS. Autisten können jedoch zusätzlich ADHS, ADS, Ängste, Zwänge oder Depressionen entwickeln. Je mehr zusätzliche Belastungen hinzukommen, desto komplexer wird die Situation. Im Vordergrund steht jedoch immer der Autismus.
Die dauerhafte Überlastung von autistischen Schülern und Schülerinnen kann zu ernsthaften Erkrankungen führen, die sich bis zu einem chronischen Erschöpfungssyndrom entwickeln – dann wird der Schulalltag unmöglich. Diese Komplexität scheint zunächst unlösbar.
Unsere Unterstützung als Sprachrohr
In genau dieser Situation stehen wir als Sprachrohr bereit. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, diese Familien zu unterstützen – sei es in der Schule oder zu Hause. Wir vermitteln, erklären und entwickeln neue Strategien, um Bildung zu ermöglichen. Ein gemeinsamer Weg mit dem Helfersystem ist möglich, und wir sind dankbar für Offenheit, Empathie und Verständnis gegenüber autistischen Menschen.
Unser gemeinsames Ziel – Bildung für alle!
Unser Wunsch, autistischen Schülern und Schülerinnen eine bessere Bildung näherzubringen, vereint uns. Das muss unser aller Motor sein. Wir haben in der Regel eine schnelle Verbindung zu autistischen Schülern und Schülerinnen und tauchen auf ihre Ebene ab, um die Situation besser zu verstehen. Wir erlangen Wissen und Verständnis darüber, wo die Belastungen liegen, welche Probleme bestehen und wie wir diese gemeinsam lösen können. So entwickeln wir einen neuen Weg, der jedoch Zeit braucht – viel Zeit.
Individuelle Unterstützung für Familien
Um hier erfolgreich helfen zu können, brauchen wir viele Unterstützer, damit wir einzelne Familien individuell unterstützen können. So gelingt die Reintegration und ein besseres, inklusives Leben für autistische Kinder!
Carpe Diem Flexible Schooling ist ein Bildungsangebot der Privatschule Carpe Diem. Die private Ganztagsschule Carpe Diem ist eine anerkannte Ergänzungsschule mit Standorten in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und Willich (Nordrhein- Westfalen).
Carpe Diem Flexible Schooling richtet sich herbei an junge Menschen, die, z. B. aufgrund von Besonderheiten in ihrer Persönlichkeit, nicht oder nur zeitweise dazu in der Lage sind, am Präsenzunterricht an einer Regelschule teilzunehmen.
Im Hybriduntericht lernst du online per Videochat in einer festen Klassengemeinschaft mit konkreten Ansprechpartnern. Gleichzeitig hast du jederzeit die Möglichkeit, an einer von zwei Privatschulen der Carpe Diem, am Unterricht deiner Klasse in Präsenz teilzunehmen ganz nach deinen Bedürfnissen. Wir unterstützen dich hierbei auf deinem Weg der Wiedereingliederung in das Präsenzsystem.
Der Onlineunterricht im Videochat hilft dir, wieder Freude am Lernen zu entwickeln, und schafft dir den Raum, den du brauchst, um dein Potenzial zu entfalten. Gleichzeitig sichert dir die Privatschule Carpe Diem als staatlich anerkannte Realschule mit gymnasialer Oberstufe die Einhaltung der Schulpflicht und garantiert dir staatliche Schulabschlüsse
Text der Carpe Diem Flexible School
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